Ist der Anarchismus noch zu retten?

Der im Jahr 2009 verstorbene Anarchist Horst Stowasser hat sich mal in einem Essay die Frage gestellt, ob der Anarchismus noch zu retten sei. Er glaubte, ja. So, wie der Autor dieses Posts auch. Aber dazu müssen die anarchistisch eingestellten Menschen sich von überkommenen anarchistischen Mythen, veralteten Organisationsstrategien und dem Streben nach Perfektion verabschieden und anfangen, wirklich strategisch zu denken! Demos mit Parolen aus den 80ern, Kostüme und zur Schau gestellte Szene-Codes bringen nicht das Geringste. Wir müssen lernen, das der „Feind“, der Kapitalismus in seinem letzten Stadium, unbegrenzte Mittel besitzt. Er geht maximal strategisch vor, hat die Massenmedien zur Verfügung, kontrolliert weitgehend das Internet und hat hyperkomplexe globale Strukturen aufgebaut. Wir täten gut daran, endlich damit aufzuhören in unserem eigenen Saft zu schmoren. Dafür ist die globale Not einfach zu drängend! #klimawandel #faschismus #armut #corona …

Ich habe keine konkreten Antworten, wie diese neuen Strategien aussehen könnten. Aber das die alten nicht funktionieren, liegt für mich auf der Hand.

Hier könnt ihr noch den besagten Essay von Horst Stowasser und sein berühmtes Buch Freiheit Pur direkt herunterladen.

Horst Stowasser – Ist der Anarchismus noch zu retten?

Horst Stowasser – Freiheit Pur